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Die Somali

Das Äussere

Ich muss gestehen, dass uns die äußeren Rassestandards der Somali zwar nicht ganz egal sind, wir aber von Anfang an die inneren Werte dieser Rasse zunächst nur theoretisch und seit dem 11. Mai 07 nun auch praktisch zu schätzen gelernt haben.

Natürlich ist es der erste Eindruck - der erstmals über die inneren Werte dieser Rasse überhaupt nichts aussagt- der fast jeden Betrachter für diese Rasse einnimmt.

Abstammend von der Abessinier wurde die Somali erst in den 70-Jahren als Rasse anerkannt. Vorher hat man langhaarige Kitten, die immer wieder in den Würfen zu finden waren im günstigsten Falle als unerwünschtes Nebenprodukt verschenkt. Warum sich immer wieder langhaarige Katzen in den Würfen gefunden haben ist abschließend nicht geklärt. Es wurden Vermutungen laut, dass eine ungewollte Einkreuzung von Perserkatzen stattgefunden hat. Dies ist insofern ein unbefriedingender Lösungsansatz, zumal sich keine weiteren Eigenschaften der Perser in dieser Katzenrasse wiederfinden.

Die Somali ist eine auf langen Beinen stehende, muskulöse Semilanghaarkatze. D.h. sie weisen an den Schultern ein wenig kürzeres Fell auf, tragen jedoch eine lange Halskrause, Höschen und einen buschigen Eichhörnchenschwanz. Die erste Somali, die ich berühren konnte, war die Mutter der drei Racker und ich war von der Leichtigkeit und Weichheit des Fells sofort hingerissen. Das Fell ist dicht, jedoch unwarscheinlich weich und flauschig wie ein Hauch.

Die Augen sind groß, schräggestellt und sehr ausdrucksstark. Die Ohren sind weit voneinander gestellt, relativ groß und weisen des öfteren Haarpinsel auf.

Die Somali wird in Deutschland in folgenden Farben gezüchtet:

Farbe Silbervariante
Wildfarben /Ruddy Black-Silver
Blau Blue-silver
Sorrel Sorrel-Silver
Fawn Fawn-Sllber

 

Weitere Farben wie Lilac oder Chocolate werden z.B. im Ursprungsland der Somali, in den U.S.A. gezüchtet, sind aber in Deutschland von den Zuchtverbänden (noch) nicht zugelassen.

Ein spezielles Gen löst die Tabbyzeichnung der Somali und der Abessinier in das sogenannte "Ticking" auf. D. h. die einzelnen Haare sind gestreift. Diese Tatsache verlieh der Abbessinier und auch später der Somali den Namen "Häschenkatze" da Wildhasen oder -kanichen auch über dieses Ticking verfügen.

Aber nun zum Charakter:

Das Innere

Wer sich auf den unzähligen Seiten im Internet über Somalis erkundigt wird immer wieder Schlagworte wie: menschenbezogen, gesellig, intelligent und verspielt finden. Ich werde versuchen unsere drei Racker mit meinen eigenen Worten zu beschreiben:

Somalis sind Katzen, die stets gut gelaunt sind. Mürrisch in der Ecke zu sitzen ist so garnicht ihre Art. Weder mürrisch, noch in der Ecke sitzen. Somalis wollen dabeisein! Egal ob man Wäsche aufhängt, einen CD-Spieler repariert, die Betten macht oder Fenster putzt. ALLES ist interessant. Dabei helfen sie auch gerne mit. Bettwäsche wird kontrolliert, ob auch alles glattgestrichen ist (spätestens dann ist sie es nicht mehr), der Inhalt des Topfschrankes wird bei geöffneter Schranktüre stets auf Vollständigkeit überprüft. (Katz sitzt dabei in der Pfanne um den Überblick zu behalten), Mülltrennung wird in einem Haushalt mit Somalis zum Spaß (wer ist der Erste an der Papiertonne? Na wer wohl? Bandit sitzt ja schon drauf). Die drei Racker haben die Qual der Wahl zwischen 5 Zimmern, die teilweise sehr verlockende Schlaf- und Spielplätze beinhalten; Sie halten sich aber stets in dem Raum auf, in dem sich die Menschen aufhalten. Wenn wir zwei Zweibeiner uns mal in verschiedenen Räumen aufhalten, wird gependelt. Katz könnte ja sonst was verpassen. Schmuseeinheiten sind ein Muss und werden, wenn sie nicht großzügig verteilt werden eingefordert. Entweder lautstark, wie von Major oder auf ein wenig subtilere Art (Bandit gibt ganz zart Köpfchen oder stuppst mit der Pfote) oder schon auch mal mit Brachialgewalt: Gangster legt sich dann einfach quer über seine Menschen. Sobald die drei Racker angesprochen oder berührt werden fangen sie an zu schnurren und man kann sehen, wie sie Berührungen genießen. Bäuchlein werden angeboten, die streichelnde Hand wird geleckt oder der Kopf daran gerieben.

 

Die Jungs sind bei Sachen, die sie gerne haben oder tun möchten ziemlich ausdauern. Es dauerte jedoch nur 2 Wochen des Neinsagens und pro Kater nur einen Spritzer mit der Wasserpistole bis sie heraushatten, dass wir Menschen es nicht schätzen, daß sie mit ihren Katzenpopöchen auf unseren Tischen sitzen. Clever sind sie eben auch. Nach dem einmaligen Einsatz der Spritzpistole reicht nun ein Zischlaut aus, um sie von den Tischen zu verjagen. Dass sie wissen, dass wir das nicht mögen heißt ja noch lange nicht, dass man es nicht dann und wann mal ausprobieren muss, ob diese Verbot noch gilt. Da heißt es dann: konsequent bleiben. Einmal verboten ist immer verboten; einmal erlaubt ist allerdings auch immer erlaubt. Man sollte sich also vorher Gedanken machen, was Katz darf und was nicht.

Alleine sein ist für eine Somali eine Qual. Diese Rasse kann nicht alleine gehalten werden, sie brauchen dringend einen Kumpel. Die drei Racker sind die ersten Katzen die wir haben, die nicht alleine sind, und wir werden es keiner Katze mehr antun. Es ist einfach wunderbar zu sehen, wie sie sich gegenseitig putzen, spielen, raufen und toben. Oftmals fängt eine Spielstunde damit an, dass einer der Menschen ein Bällchen wirft, die Jungs steigen in das Spiel ein und spätestens, wenn sie mit Karacho unter den Tischen und Stühlen durchjagen kann Mensch nicht mehr mithalten. Die Spiele sind ausgesprochen temporeich und nicht selten wird die Rutschfähigkeit unseres Fliesen- oder Laminatbodens mit in das Spiel einbezogen bis die Pfotenballen quietschen! (Kein Scherz!) Der Kratzbaum wird häufig genutzt, wobei der attraktivste Platz ganz oben, von jedem mal mit Beschlag belegt werden darf. Ein Highlight jeden Feierabends ist der Freilauf im Garten. Da wir derzeit noch über keinen gesicherten Freilauf verfügen werden die drei Racker an jeweils 6 mtr. Leinen angehängt und können so unseren kleinen Garten erkunden. Nach kürzester Zeit gingen sie mit den Leinen äußerst souverän um und Verhedderungen halten sich in Grenzen.  Geräusche im Garten, die sie nicht zuordnen können, machen sie nicht entwa ängstlich, sondern neugierig. Sie stellen sich dabei oft wie Erdmännchen auf die Hinterbeine um besser sehen zu können. Wasser macht ihnen nichts aus, solange sie nicht nassgespritzt werden oder reinfallen. Als ich neulich unsere Johannisbeerernte auf der Terrasse gewaschen habe, sind alle 3 durch die Pfützen gewatet um ja zu sehen, was es da so zu entdecken gibt. Soviel zu dem Thema"Wasserscheu".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich musste neulich für eine Woche verreisen und lies meinen Mann nebst Katern alleine zu Hause. Am zweiten Tag erhielt ich einen Anruf meines Mannes mit dem Hilferuf: "Komm schnell nach Hause, die drei ersticken mich!" Da nun wohl ein Kuschel-, Spiel-, und Streichelpartner fehlte, haben sie sich mit all ihrem Charme an meinen Mann gehängt. Ich habe den Hilferuf nicht sonderlich ernst genommen; wusste ich doch, wie mein Göttergatte die Hingabe der drei Racker genießt :-) Nichtsdestotrotz wurde ich bei meiner Rückkehr zwar zunächst ein wenig gnädig empfangen, (von den Katern, nicht von meinem Mann!) des nächtens haben mich aber alle drei so mit Beschlag belegt, dass vor lauter schnurrigen Geräuschkulisse zunächst nicht an Schlaf zu denken war. ( von den Katern, nicht von meinem.....eh klar, oder?) Aber Frauli war glücklich- die Drei offensichtlich auch...und Herrchen hatte nach einer Woche mal wieder seine Bettseite für sich.

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